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Wohnen und Demenz

Mit Demenz wird eine Ansammlung von Symptomen bezeichnet, die durch unterschiedliche das Gehirn beeinträchtigende Krankheiten verursacht wird. Eine der häufigsten Demenzerkrankungen ist die Alzheimer-Demenz.

Eine dementielle Erkrankung ist immer gekennzeichnet durch eine Reihe spezifischer Störungen:

  • Störungen der Psychomotorik
  • Denkstörungen
  • Sinnestäuschungen
  • Sprachstörungen
  • Gefühlsstörungen
  • Gedächtnisstörungen

Spezielle Aspekte der Wohnberatung bei Demenz:

Im Vordergrund steht die Berücksichtigung der „erlebten Wohnzufriedenheit“, der Lebensqualität und das individuelle Wohlbefinden.

Dies erfordert:

  • die Berücksichtigung der Biographie und der persönlichen Eigenarten
  • die Berücksichtigung des Stadiums und des Verlaufs der Krankheit z.B. Vermeiden von Veränderungen
  • die Berücksichtigung ethischer Aspekte z.B. Erfüllen notwendiger Sicherheits-anforderungen, freiheitsbegrenzende Maßnahmen vermeiden
  • eine Intensive Zusammenarbeit mit Angehörigen und sozialen Netzwerken z.B. Hilfe bei Entscheidungsprozessen

Im Rahmen einer Wohnberatung gehen die MitarbeiterInnen von wohn mobil auf die besonderen Bedingungen einer Demenzerkrankung und die dadurch resultierenden Notwendigkeiten ein. Gemeinsam werden Lösungsmöglichkeiten überlegt und mit Unterstützung der Wohnberatungsstelle umgesetzt.

Folgende Lösungsmöglichkeiten sind bei Problemen denkbar:

Probleme im Badezimmer:

  • Gleiches Aussehen von Toilette und Bidet;
  • Verborgener Spülkasten an der Toilette;
  • Moderne Armatur ohne Farbkodierung;
  • "Weiss in weiss" z.B. bei Lichtschaltern und Haltegriffen;

Lösungsmöglichkeiten im Badezimmer:

  • Sichtbarer Spülkasten mit Hebel an der Toilette;
  • Traditionelle Armaturen mit Farbkodierung;
  • Rutschfester Bodenbelag;
  • Einbau eines Temperaturbegrenzers;
  • Aqua-Stop;
  • Einbau eines Wasserflussreglers;
  • Einbau einer Armatur mit Infrarotsensor;
  • Nach außen zu öffnende Badezimmertür;
  • Barrierefreier Umbau (Austausch der Badewanne gegen eine ebenerdige Dusche);

Probleme in der Küche:

  • Verborgene Schrankinhalte;
  • Unauffällige Haushaltsgeräte;
  • Gemusterte Bodenfliesen;
  • Vertikale Jalousien verhindern den Ausblick;
  • Digitale Uhr;

Lösungsmöglichkeiten in der Küche:

  • Sichtbare Schrankinhalte;
  • Traditionelle Haushaltsgeräte;
  • Rutschfester Fußboden;
  • Freie Aussicht durchs Fenster;
  • Ruhige, neutrale Dekoration;
  • Kein "weiss in weiss" z.B. bei Lichtschaltern;
  • Herdsicherung / Hitzeüberwachung;
  • Elektrische Geräte mit Zeitschaltuhren ausrüsten;
  • Einbau eines Temperaturbegrenzers an der Armatur;
  • Entfernung unnötiger Geräte;
  • Reinigungsmittel wegschließen;
  • Rauchmelder;

Lösungsmöglichkeiten für den Flur:

  • Bewegungsmelder
  • Helle Beleuchtung
  • Keine Sackgassen
  • Ausgangstüre in die Umgebung einbinden

Auch für andere Bereiche der Wohnung sind bei einer Demenz besondere Lösungsmöglichkeiten umsetzbar, über die wir Sie gerne informieren.
Für Interessierte (Angehörige und Institutionen) bieten wir auch Informationsveranstaltungen an. Außerdem finden Sie in der Rubrik Links/Downloads eine Checkliste zum Thema "Wohnen und Demenz".

Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung und für Bildmaterial bei:
Herrn Detlef Rüsing - Werne (Pflegewissenschaftler); Kuratorium Deutsche Altershilfe Holger Stolarz; „Hilfe beim Helfen“ Schulungsreihe der Deutschen Alzheimer Gesellschaft; Wohnberatungsstelle Esslingen am Neckar; Alten- und Wohnberatung der Okumenischen Zentrale Schwerte; Verbraucherzentrale Düsseldorf.

 

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Eine Übersicht mit allen Standorten und Kontaktdaten der Einrichtungen von PariSozial Köln finden Sie hier [Mehr]


 
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